Einladung
zur Verlegung von fünf Stolpersteinen
in Stein (Gemeinde Aschau i. Chiemgau)
Wir laden herzlich ein zur Verlegung von fünf Stolpersteinen bei dem Anwesen
Stein 12, 83229 Aschau i. Chiemgau, am Donnerstag, 21. Mai 2026 um 15.00 Uhr.
Der Künstler Gunter Demnig verlegt dort einen Stolperstein für Johanna Weißensteiner, die als Widerstandskämpferin der „Roten Kapelle“ 1942-43 Gestapohaft erleiden musste, jedoch die NS-Zeit überlebte. Die Enkelin Johanna Stegherr wird über das Schicksal ihrer Großmutter berichten.
Zwei weitere Steine werden für Ludolf und Elisabeth Bodmer verlegt. Der Opernsänger Ludolf Bodmer wurde 1933 als „Jude“ vom Stadttheater Dortmund entlassen. Zusammen mit seiner nichtjüdischen Frau Elisabeth, ebenfalls Opernsängerin, zog er sich in das „Margaretenhäusl“ in Sachrang, Ortsteil Grattenbach, zurück, das sie 1931 erworben hatten. Er musste den Entzug von Eigentum und Vermögen erleben und entging knapp der Deportation. Dann verstarb er seelisch zerstört und körperlich entkräftet am 2.12.1943. Seine Frau überlebte die NS-Zeit.
Zwei weitere Steine ehren Ingrid Dybwad und ihre Schwester Gudny Dybwad.
Ingrid Dybwad wurde als „Jüdin“ 1934 beim Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD in Berlin entlassen, wo sie das Akademische Hauptreferat leitete und damit eine wichtige Position in der Betreuung von Stipendiaten innehatte. Sie zog 1935 auf den Berghof Hochleit bei Sachrang, wo sie 1940 plötzlich verstarb. Nach ihrem Tod führte ihre Schwester Gudny Dybwad das Anwesen weiter, die in Folge der NS-Gesetze ihre Goldschmiedewerkstatt in Berlin 1936 aufgeben musste. Sie überlebte die NS-Zeit in Sachrang.
Einladung
zur Verlegung eines Stolpersteins
für Ernestine Reinhardt
Wir laden Sie herzlich ein zur Verlegung eines Stolpersteins für Ernestine Reinhardt
in 83362 Surberg, Kirchplatz, am Freitag, 22. Mai 2026 um 10.00 Uhr.
Ernestine Reinhardt wurde als Sinteza von den Nationalsozialisten rassistisch verfolgt.
Sie lebte damals in Wiesen 3 in der Gemeinde Surberg. Als junge Frau musste sie in mehreren Konzentrationslagern unter lebensgefährlichen Umständen Zwangsarbeit verrichten.
Ende 1944 wurde sie entlassen und lebte fortan in Oberbayern, wo sie eine Familie gründete. Sie starb am 5. April 2000 im Alter von 74 Jahren.
Vergangene Veranstaltungen:
Am Donnerstag 25.09.25 um 19 Uhr findet das nächste Treffen unserer Initiative statt.
ORT: Z – Linkes Zentrum, Innstr. 45a, 83022 Rosenheim.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Weitere Veranstaltungen:
21.09.25 – 10-18 Uhr: Fest der Vielfalt, Stadtbibliothek Rosenheim, Veranst.: Rosenheim ist bunt (ich hatte die Idee, einen Beitrag vorzubereiten, aber ich bin nicht da). Plakat hängt an.
10.10.25 – 14.00 Uhr: Gedenkveranstaltung für drei neue Gedenkzeichen, Beginn auf dem Rathausvorplatz (Königstr. 24), Veranstalter: Stadtarchiv Rosenheim
10.10.25 – 19.00 Uhr: Konzert – Best of Gypsy Jazz. Modern Sinti Sounds and Stories. Theatersaal im Künstlerhof, Ludwigsplatz 15, Rosenheim. Veranstalter: Stadtarchiv Rosenheim und Initiative Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim
14.10.2025 – 19.00 Uhr: Buchvorlesung mit Helmut Türk Berkhan: Eine Spurensuche. Geschichte der Gewerkschaften in Südostbayern 1918-1945, im ver.di Bildungszentrum Brannenburg, Zirbelstube
9.11.2025 – 19.00 Uhr: Lesung mit Volker Weiss, Hans-Fischer-Saal im Künstlerhof am Ludwigsplatz 15 (4.St.), Rosenheim, Veranstalter: Gesicht zeigen
12.11.2025 – 18.00 Uhr Vortrag, Niederlage-Verfolgung-Gewerkschafter im Landkreis 1933-1945 mit Friedbert Mühldorfer, in der IG Metall Netzwerkstatt, Kantstr. 11, 83301 Traunreut
17.11.2025 – 18.00 Uhr Buchvorstellung mit Stefan Dietl: Antisemitismus in der AFD. Kulturhaus zur goldenen Parkbank, Rosenheimer Str. 2a, 83714 Miesbach
27.11. 2025 – 18.30 Uhr: Lesung Dr. Maria Anna Willer zusammen mit Petra und Alvaro Michl, Petra Höllenreiner (Kinder von Peter Höllenreiner) : “Der Junge aus Auschwitz … eine Begegnung. Das Leben des Münchner Sinto Peter Höllenreiner nach 1945.” Theatersaal, Ludwigsplatz 15, 83022 Rosenheim; Veranstalter: Stadtarchiv Rosenheim und Initiative Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim
Stolpersteinverlegung am Dienstag, 27.05.25:
14.00: Bruckmühl, Realschule
Stolperstein für Leonhard Widmann
Leonhard Widmann fiel den nationalsozialistischen Krankenmorden zum Opfer, die oft verharmlosend als „Euthanasie“ bezeichnet wurden. Er wuchs auf einem Bauernhof bei Bruckmühl auf und wurde am 25. April 1942 in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar eingewiesen. Ab 1943 wurde er im so genannten ‚Hungerhaus‘ systematisch mangelernährt und verstarb am 19.Oktober1943 im Alter von 20 Jahren.
15.30: Brannenburg, Rathaus
Stolperstein für Dr. Maximilian Mintz
Dr. Maximilian Mintz war ein erfolgreicher Jurist in Berlin. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 musste er als Jude seine Ämter niederlegen. Er zog sich mit seiner Frau in den Windischhof in Brannenburg zurück. Die ihm verliehene Ehrenbürgerschaft von Degerndorf gab er wegen Denunziation und Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime freiwillig zurück. Er starb am 23. Februar 1940 in seinem Haus.
Sa 23.3.24 Besuch der Stolpersteininitiative im Psychiatriemuseums in Gabersee – mit Führung!
10.00 Uhr Inn-Salzach Klinik Gabersee, Haus 23, Wasserburg am Inn
Mi 27.3.24 Faces for the Names Stephanskirchen ab 18.30 Uhr
Zum Geburts- und Todestag von Johann Vogl (27.3.1898-27.3.1938)
Die Anregung, für Johann Vogl an seinem Kiosk am Schlossberg eine Feier zu machen, stammt von einer Teilnehmerin des „Antifaschistischen Stadtrundgangs“, die am selben Tag Geburtstag hat.
Do 11.4.24 Rückkehr der Namen – Gedenkaktion in München
Das Projekt „Die Rückkehr der Namen“ erinnert an durch das NS-Regime verfolgte und ermordete Münchnerinnen und Münchner und lebt von der aktiven Teilhabe der Bevölkerung. Die Teilnehmenden übernehmen Patenschaften für 1.000 NS-Opfer und erzählen am Donnerstag, 11. April, ab 15.00 Uhr an den Wohn- und Wirkungsstätten der Verfolgten mit Erinnerungstafeln von deren Schicksal. Vorbeikommende sind zum Austausch eingeladen. So eröffnet das Erinnerungsprojekt Wege des Erinnerns, die die Verbindung zur Gegenwart schaffen und setzt in der ehemaligen „Hauptstadt der Bewegung“ ein deutliches Zeichen für Demokratie und eine offene Gesellschaft.
Um 17.00 Uhr gehen die Teilnehmenden einen „Weg der Erinnerung“ vom Königsplatz durch das ehemalige „Braune Viertel“ zum Odeonsplatz.
Dort findet ab 18.00 Uhr eine Abschlussveranstaltung mit Gesprächen, Film- und Performance-Beiträgen statt. Geplant ist auch ein musikalisches Rahmenprogramm u. a. mit dem Münchner Rundfunkorchester und dem Chor des Bayerischen Rundfunks.
https://www.stiftung-bayerische-gedenkstaetten.de/service/news/die-rueckkehr-der-namen
Fr 12.4.24 – 19.30 Uhr Öffentliche Shabbatfeier in Aschau:
Ev. Friedenskirche, Martin-Luther-Weg 1, 83229 Aschau
Shalom Chiemgau! J.E.W.S. (Jews Engaged With Society) und Terry Swartzberg laden ein:
Shabbat für alle! Gemeinsam jüdisches Leben erleben mit Shabbat-Gebeten, Kiddusch (gemeinsames Essen – bitte eine vegetarische Speise mitbringen), Musik von August Zirner und Philipp Stauber, und und und
Do 18.4.24 – 19.30-21.00 Online-Seminar der VHS Rosenheim:Studium Digitale: Antisemitismus – Eine deutsche Geschichte. Mit Prof. Dr. Peter Longerich
https://flex.vhs-rosenheim.de/Veranstaltung/cmx652512db25dca.html
Mittwoch 26.04.2023 um 18.00 Uhr, Münchener Str. 27, 83022 Rosenheim
Gedenken vor dem ehemaligen Amtsgerichtsgebäude (heute Thalia). Vor 90 Jahren wurden 28 Rosenheimer Kommunisten in das gerade eröffnete KZ Dachau deportiert.
Freitag, 28.04.2023 ab 13.30 Uhr, Haberkasten, Fragnergasse 3, 84453 Mühldorf am Inn
„Erinnern in Europa“. Gedenkfeier zur Befreiung des KZ-Außenlagers
13.30 Eröffnung mit Landrat Max Heimerl
14.00 Gesprächsrunde „Erinnern in Europa
15.30 Get together
16.30 Besuch des KZ-Friedhofes in Mühldorf
18.00 Gedenkfeier am Bunkerbogen Mühldorfer Hart (Treffpunkt 17.30 Uhr am Parkplatz Inn-Beton)
Sonntag, 7. Mai 2023, 13.00 Uhr, KZ-Gedenkstätte, Surtal 30, 83362 Surberg
Gedenkfeier für die Opfer von Surberg
Ansprache: Maria Dammer
Viereinhalb Jahre war Maria damals alt, als ihr Vater Franz Jägerstätter am 9. August 1943 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet wurde. Der tief gläubige Familienvater aus dem kleinen Dorf St. Radegund hatte sich bis zuletzt geweigert, als Soldat am Eroberungskrieg Hitlers mitzumachen.
Von ihrer Mutter erfuhr Maria dann erst Genaueres über die Beweggründe ihres Vaters. Sie erlebte aber auch das jahrzehntelange Beschweigen und Unverständnis der Menschen ihrer Umgebung.
Dr. Andreas Schmoller vom Jägerstätter-Institut Linz erläutert die Lebensgeschichte von Franz Jägerstetter.
Informationen zu vergangenen Veranstaltungen gibt es auch im Archiv.